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Wie lernen Kinder am Besten im Jahr 2023?

6 Prinzipien

Die Grundbedingungen für ein erfolgreiches Lernen sind seit Jahrhunderten relativ stabil. Egal ob sie im Klassenzimmer, bei digitalen Spielen oder im sozialen Umfeld angewandt werden. Der Mensch und vor allem Kinder lernen immer und überall: in öffentlichen Räumen wie Bushaltestellen, Parks oder dem Metaversum.

Für die meisten Eltern ist klar: man will nicht nur eine Person erziehen die Lesen und Schreiben kann. Um später im beruflichen Leben erfolgreich zu sein, bedarf es auch bestimmten Eigenschaften: wie Teamfähigkeit, kritischem Denken und Kreativität. Aber, wie erreicht man das?

Wie lernen Kinder am Besten im Jahr 2023?

Studien zeigen: Lockdowns haben die Fähigkeit des Sprachenlernen von Kleinkindern nicht beeinflusst

Folgende 6 Dinge brauchen Kinder in ihrem Lernprozess:

  • Zusammenarbeit
  • Kommunikation
  • Lerninhalt
  • Kritisches Denken
  • Kreative Innovation
  • Selbstvertrauen

Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit (Kollaboration) zeigt, dass soziales Engagement ein zentraler Bestandteil des Lernens, der Gemeinschaftsbildung und des kulturellen Verständnisses ist.

Interessanterweise zeigen neuere neurowissenschaftliche Forschungen zu gemeinsamem Spielen folgende Ergebnisse: Zwischen Kindern und Erwachsenen die gemeinsam spielen entsteht eine synchronisierte Gehirnaktivität. Diese ersten Formen der Zusammenarbeit unterstützen die Entwicklung der Selbstregulierungsfähigkeiten von Kleinkindern. Kinder entwickeln ihr Verständnis von Kooperation, was bereits in den ersten Grundschuljahren die schulischen Leistungen fördert.

Darum ist das Kontraproduktivste was Eltern machen können, ihrem Kind einem Bildschirm zu überlassen. Eine Studie dazu erwähnte ich bereits in dem Beitrag  Lockdowns ohne Einfluss auf Sprachenlernen bei Kindern

So bringen sie es bei:

2 Spiele die dabei helfen können:

Alle mal nachmachen

Ein simples Spiel für Zuhause oder den Garten, das Kleinkindern großen Spaß macht, ist „Alle mal nachmachen“. Dabei macht ein Kind etwas vor – springen, hopsen, mit den Armen winken usw. – und die anderen laufen ihm hinterher und machen es nach. Bei diesem einfachen Spiel lernen Kinder nicht nur, dass man manchmal bestimmen darf und manchmal machen muss, was andere sagen, sondern auch, geduldig zu sein und sich abzuwechseln.

Rollenspiele

Für Rollenspiele brauchen Kinder einiges an Kooperationskompetenz. Ob sie dabei Situationen aus dem Alltag wie einen Einkauf im Supermarkt nachspielen oder Fantasiemahlzeiten in ihrer Spielküche kochen – sie lernen, Verantwortung zu teilen und abwechselnd verschiedene Rollen zu übernehmen.

Indem sie in die Rollen von Figuren schlüpfen, denen sie im echten Leben bisher kaum oder gar nicht begegnet sind, können Kinder ihr Einfühlungsvermögen steigern und sich dadurch besser in andere Menschen hineinversetzen.

Mehr Ideen> Zusammenarbeit bei Kindern durch kooperatives Spiel fördern

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Kommunikation

Sprechen, Schreiben, Lesen und Zuhören – ist in unserem täglichen Leben unerlässlich. In der frühen Kindheit entwickeln sich die Sprachkenntnisse durch Gespräche zwischen Kindern und ihren Eltern.

Wenn Kinder in den Kindergarten kommen, sind ihre Sprachkenntnisse zu diesem Zeitpunkt der stärkste Einfluss in ihre späteren schulischen Leistungen in den Bereichen Sprache, Lesen und Mathematik sowie für ihre sozialen Fähigkeiten.

Kommunikation baut auf den ersten kooperativen Interaktionen von Kleinkindern auf – und ist von diesen abhängig.

Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und zur Kommunikation – legen den Grundstein für alle weiteren Fähigkeiten.

So bringen sie es bei:

Seien Sie ein Vorbild und Achten Sie darauf, dass folgende Regeln in der Familie eingehalten werden:

  • Alle hören zu, wenn einer spricht
  • Jeder darf ausreden
  • Meinungen und Ideen werden nur gesammelt, aber nicht bewertet, kritisiert oder abgelehnt
  • Auslachen, Augenverdrehen oder Schlechtmachen ist verboten

Dies trägt nicht nur dazu bei dass das Kind offen kommuniziert, sondern auch ein besseres Selbstwertgefühl entwickelt.

Mehr Ideen> 9 Regeln für die Kommunikation mit Kindern – NetMoms.de

Kommunikation mit Kindern zum Lernen

Lerninhalte

Zu den traditionellen Lerninhalten gehören Lesen, Schreiben, Mathematik, Naturwissenschaften, Sozialkunde und Kunst. Aber damit ist es nicht getan. Es ist auch wichtig, das „Lernen zu Lernen“. Ein interessantes Video dazu gibt es von Vera Birkenbihl. Anders gesagt, gilt es exekutive Fähigkeiten, einschließlich Aufmerksamkeit und Gedächtnis, zu trainieren. Dies unterstützt die akademische Leistung der Kinder.

Der Inhalt des Gelernten baut auf dem Gerüst der Zusammenarbeit auf – insbesondere auf der Kommunikation. Dies trifft auf alle Fächer zu. Einschließlich Mathematik, Alphabetisierung, Naturwissenschaften und Sozialkunde.

Viele Eltern setzen sich zwar oft nur mit dem Lernen von Inhalten auseinander z.B. beim Helfen der Mathehausaufgaben. Oft wird jedoch auch nur zum schnell auswendig lernen aufgefordert. 

Jedoch zeigen immer mehr Forschungsergebnisse, dass Kinder erst die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Kommunikation gut entwickelt haben müssen, um in der Lage zu sein, Inhalte zu meistern und so höhere Lernniveaus zu erreichen.

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Kritisches Denken

Starke kritische Denker können die Qualität von Informationen bewerten beurteilen und diese Fähigkeiten idealerweise sowohl innerhalb als auch außerhalb des Klassenzimmers anwenden.

Schüler haben jedoch besonders große Schwierigkeiten bei der Bewertung von Online-Quellen, eine sehr wichtige Fähigkeit im 21. Jahrhundert. Meinen Sie nicht? Man denke nur an das Stichwort „Fake-News“.

Die gute Nachricht ist, dass kritisches Denken und die damit verbundene Fähigkeit des Argumentierens beigebracht werden können. Kritischem Denken geht die Fähigkeit der Kinder voraus, zusammenzuarbeiten, zu kommunizieren und sich ernsthaft mit Lehrplaninhalten auseinanderzusetzen.

So bringen sie es bei:

Ermutigen Sie das Kind Fragen zu stellen. Seien Sie sich nie für eine Antwort zu schade. Geben Sie keine minderwertigen Antworten nur um Ruhe zu haben.

Nutzen Sie nicht Floskeln wie: Dir fällt der Daumen ab, wenn du daran saugst. Die Kinder bringt der Storch. Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke.

Kinder sind von Natur aus neugierig und fangen schon sehr früh an, „warum?“ zu fragen, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben. Das Lernen sollte über das „Was“ jedoch hinausgehen und das „Wie“ und das „Warum“ untersuchen. Mit diesen Fragen werden die Kinder nicht nur zum Lernen von Fakten angeregt, sondern auch zum Nachdenken und zur Reflexion über ein Thema.

Kinder lernen Kritisches Denken
Photo by 胡 卓亨 on Unsplash

Selbstvertrauen

Kinder, die Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben, zeigen Ausdauer und Flexibilität, auch wenn sie Misserfolge erleben. Selbstvertrauen ist eng verbunden mit „Ausdauer und Leidenschaft für langfristige Ziele“. Selbstvertrauen fördert ein „Wachstumsdenken“ – die Überzeugung, dass man seine Fähigkeiten verbessern kann, weil sie nicht auf ein bestimmtes Niveau festgelegt sind. Die Einstellung der Eltern zu den Leistungen und Fehlschlägen der Kinder, hat einen großen Einfluss darauf, wie die Kinder ihre eigenen Fähigkeiten einschätzen.

Selbstvertrauen, sowohl physisch als auch intellektuell, ermöglicht es den Kindern, ihre Fähigkeiten in den folgenden Bereichen einzusetzen: Zusammenarbeit, Kommunikation, Beherrschung von Inhalten sowie kritisches und kreatives Denken und das erweitern ihrer Grenzen.

So bringen sie es bei:

  1. Muss ihr Kind mit einem Rückschlag umgehen, erzählen Sie ihm von einem Misserfolg, den Sie selbst erlebt haben – und natürlich davon, wie Sie ihn überwinden konnten.
  2. Freuen Sie sich EHRLICH mit ihrem Kind über seine Erfolge.
  3. Helfen Sie ihrem Kind, Ziele zu erreichen. Erkläre Sie, wie es seine starken Charaktereigenschaften im Alltag vermehrt einsetzen kann.
  4. Äußern Sie zwischendurch einige positive Erwartungen („Ich weiß, dass du das schaffst“) und fragen Sie auch mal Ihren Nachwuchs nach seiner Meinung oder um Rat.
  5. Erlauben Sie ihrem Kind Altersgerechte Entscheidungen treffen zu dürfen.
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Kreative Innovation

Kreative Innovation – die Synthese von Lerninhalten und kritischem Denken – ermöglicht es den Schülern, ihr Wissen zu nutzen, um etwas Neues zu schaffen und innovative Lösungen für die Herausforderungen zu entwickeln, denen sie jetzt und in Zukunft gegenüberstehen.

Das spielerische Lernen unterstützt diese Innovation sowohl beim Sprachen lernen, als auch in der Kunst. Da das spielerische Lernen die Neugierde und das Erforschen fördert, steigt die Kreativität, die in jedem Beruf ein Vorteil ist. Glauben Sie nicht? 

Dem Weltwirtschaftsforum zufolge ist Kreativität die drittwichtigste Fähigkeit für eine Beschäftigung. Kreatives Denken hängt von Zusammenarbeit, Kommunikation, ausreichendem Wissen über Inhalte und kritischem Denken ab. Kreatives Denken hilft Verbindungen zwischen Inhalten und realen Erfahrungen zu knüpfen. Kreativität befähigt Kinder, Neues zu kreieren und originelle Lösungen für Probleme zu finden.

So bringen sie es bei:

Auszugsweise nur 2 wirkungsvolle Praktiken: 

  1. Nicht überladen

Zuviel Auswahlmöglichkeiten in Bezug auf Spielzeug können das Kind überfordern, so dass es resigniert und anstatt sich mit sich selbst zu beschäftigen, ein Beschäftigungsangebot von Seiten der Eltern einfordert. Aus Kissen und Decken kann das Kind Höhlen bauen und mit Papier und Farben kann es Bilder malen. Kinder beschaffen sich Materialien, die sie zum Spielen brauchen auch selbst, sie funktionieren Dinge um und lernen auf diese Weise Improvisation.

  1. Individuelle Kreativität würdigen

Wichtig ist auch, dass die kreativen Ergebnisse des Kindes gewürdigt werden. Hat das Kind zum Beispiel aus Stöcken und Blättern eine Hütte für seine Puppen gebaut, sollte diese, zumindest für eine gewisse Zeit, einen besonderen Platz im Kinderzimmer bekommen.

Mehr dazu auf > Kreativität fördern – Wie Kinder kreativ bleiben

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Schlusswort

Diese 6 Prinzipien sollen zeigen, was Kinder lernen sollten um eine gute, erfolgreiche Zukunft zu haben. Versuchen Sie eine Lernumgebung so gut es geht nach diesen Kriterien auszuwählen. Sei es eine Schule, eine Lernapp oder der Metaverse. 

Achten Sie darauf, das Folgendes gefördert wird: Zusammenarbeit, Kommunikation, Beherrschung von Inhalten, kreatives Denken, kreative Innovation und Vertrauen.

Das war der Artikel: Wie lernen Kinder am Besten im Jahr 2023?

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