Sprachebenen – Welche gibt es? Wie werden Sie benutzt?

In diesem Artikel möchte ich die verschiedenen Sprachebenen erklären und Anwendungsbeispiele aufzeigen.

Einige Teile sind des Artikels von uni-24 entnommen.

Sprachebenen der deutschen Sprache

Was ist eine Sprachebene?

Eine Sprachebene ist eine Variante einer Sprache, die sich durch ihren Stil, ihre Grammatik, und durch sprachliche Eigenarten unterscheidet. Während sich auf einer Sprachebene zum Beispiel bestimmte umgangssprachliche Wörter und Bezeichnungen finden, werden auf einer anderen Sprachebene eventuell nur offizielle Begriffe verwendet. Das wird an einigen Beispielen gleich deutlich.

Sprachebenen ordnet man generell hierarchisch an. Das heißt, am unteren Ende steht die Mundart einer Sprache(z.b. schwäbisch). Auf der höchsten Stufe der Sprachebenen steht dagegen die gehobene Sprache (hochdeutsch).

In der sozialen Rangfolge von „unten“ nach „oben“ aufgezählt, möchte ich folgende Sprachebenen zitieren:

  • Gauner-/Ganovensprache (Beispiel: „Knast“ statt „Gefängnis“)
  • Slang (Beispiel: „inner Schule“ statt „in der Schule“)
  • Jugendsprache („cringe“ statt „komisch“)
  • Dialektsprachen und Mundarten (Beispiele.: bayerischer oder plattdeutscher Dialekt: „Servus“ statt „dHallo“)
  • Standardsprache (Alltagssprache/Umgangssprache)
  • Gehobene Sprache/ Hochsprache (Beispiel: „jedoch“ statt „aber“)
  • Bildungssprache/ Schriftsprachen (Beispiel: „Terrain“ statt „Gebiet“)
  • Fachsprachen (Beispiel aus der medizinischen Fachsprache: „Influenza“ statt „Grippe“. Beispiel aus der juristischen Fachsprache: „Letztwillige Verfügung“ statt „Testament“)

Wie man sieht, sind die Sprachebenen sehr vielseitig. Gerade beim Erlernen einer Sprache kommt man oft in Konflikt mit den einzelnen Ebenen und kann leicht etwas durcheinander bringen.

Wenn man jedoch Deutsch oder eine andere Sprache lernt, und sich nach dem europäischen Referenzrahmen ausrichtet, lernt man genau das Vokabular, dass man für das jeweilige Niveau benötigt.

Sämtliche Kursbücher sind normalerweise darauf ausgerichtet, stehts das richtige Vokabular beizubringen. Jedoch wird in Deutschkursen nie ein Dialekt, oder Slang unterrichtet. Das ist oft ein Nachteil für Sprachschüler, da sie im Umgang mit Muttersprachlern wenig verstehen.

Im folgenden möchte ich 4 Sprachebenen besonders hervorheben, da von Ihnen am häufigsten die Rede ist:

Sprachebenen: Mundart und Umgangssprache

Mundart als Sprachebene

Mundart und Dialekte werden in Deutschland kaum noch gesprochen und sind am aussterben. Meist sind diese noch in ländlichen Gebieten anzutreffen. In Deutschland wird zum Beispiel die sogenannte Saterfriesische Sprache nur noch von ca. 2.000 Menschen in einem kleinen Gebiet in der Gemeinde Saterland gesprochen. Bei den Dialekten und im Mundart ist die Aussprache, die Wortwahl, und der Satzbau anders als in der Hochsprache. Auch weichen Sie oft stark von den grammatikalischen Regeln der Hochsprache ab.

Jedoch wurden viele Ausdrücke von verschiedenen Mundarten in die heutige Umgangssprache integriert und in abgewandelter Form weiterbenutzt. Die Umgangssprache wird vorwiegend in privatem Umfeld verwendet. Im Allgemeinen folgt sie grundsätzlich den Regeln moderner Hochsprache. Jedoch zeichnet sie sich durch eine Vielzahl grammatikalisch nicht korrekter Begriffe, Wortkombinationen, und Satzstellungen aus. Klassische Formen von Umgangssprache sind zum Beispiel informelle Grußformeln wie “Moin”, oder “Mahlzeit”. Außerdem merkt man in Baden-Württemberg den Einfluss der schwäbischen Sprache bei falscher Benutzung des Dativs und Akkusativs, sowie der Veränderung mancher Artikel („der Butter oder die Butter“).

Für Deutschlerner bietet die Website der „Deutschen Welle“ eine tolle Möglichkeit, die verschiedenen deutschen Dialekte kennenzulernen.

Sprachebenen: Hochsprache und Schriftsprache

Sprachebene: Hochsprache und Schriftsprache

Die Hochsprache oder auch Allgemeinsprache ist die weitläufig verständlichste Variante einer Sprache. Sie wird in offiziellen Begebenheiten gesprochen. So wird sie zum Beispiel in Schulen und Universitäten, in Unternehmen und in der Politik, und bei öffentlichen Vorträgen verwendet. Man kann verallgemeinert sagen, dass die Hochsprache die mündliche Aussprache der Schriftsprache darstellt. Das heißt, für sie gelten die selben grammatikalische Regeln. Natürlich gibt es, wie fast selbstverständlich in der deutschen Sprache, Ausnahmen. So findet die Anwendung des klassischen Genitivs beispielsweise immer weniger Gebrauch in der gesprochenen deutschen Hochsprache.

Hochsprache kann sich, genau wie Umgangssprache und Schriftsprach, über die Zeit hinweg verändern. Das sind meist jahrhundertelange Prozesse die sehr langsam vor sich gehen. Besonders die Globalisierung im Laufe des letzten Jahrhunderts hat dazu beigetragen, dass die Sprache einem extrem schnellen Wandel unterzogen ist.

Die Schriftsprache unterliegt den strengen Regeln der Grammatik. Schon deswegen ist es keine Sprache, die zum Beispiel unter Freunden z.B.     bei Nachrichten über Whatsapp verwendet werden würde. Das wäre dann eher geschriebene Umgangs- oder Hochsprache. Die Schriftsprache bezeichnet vielmehr die offizielle Sprache eines Landes, mit Einhaltung aller Regeln. Schriftsprache findet deshalb unter anderem Anwendung in Dokumenten von Behörden, Institutionen, und im Bereich des Rechts.

Als gehobene oder feierliche Sprache wird nur die Sprachebene bezeichnet, die bei hoher Kunst wie Dichtung oder Prosa zur Anwendung kommt. (Sprachniveau C2)

Die Aufteilung und Abgrenzung von Sprachebenen

Sprachebenen sind ganz „offiziell“ nicht mit Dialekten und Jargons gleichzusetzen. Bei einem Dialekt handelt es sich um eine regional begrenzte sprachliche Ausformung. Genausowenig gehört offizielle der Jargon zu einer eigenen Sprachebene. Dieser zeichnet sich durch eine fachliche Wortwahl aus, die nur einem bestimmten, eingeweihten Personenkreis verständlich ist. Wie das auch innerhalb von Berufsgruppen oder Vereinen der Fall ist.

Aber soweit die Theorie. 

Hier verlinke ich euch auch noch eine Beispiel PDF mit verschiedenen Sprachebenen verlinken die sehr toll gemacht ist. 

Wenn der Artikel interessant war, dann teilt ihn doch bitte. 

 

Viele Grüße und bis bald, 

 

Euer Deutschcoach Ben

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