Neue Studie entschlüsselt die Geheimnisse des Sprachenlernens: mit Mäusen

Wer hätte gedacht das wir einmal von Mäusen etwas über das Sprachenlernen lernen? Also ich nicht. Aber ein Forscher-Paar analysiert im Moment genau das.

Benjamin Hessler Grey
von Benjamin Hessler

WAS UNTERSUCHT WURDE

Die Linguistik-Professorin Melissa Baese-Berk und der Neurobiologe Santiago Jaramillo arbeiten gemeinsam an einem neuen Forschungsprojekt, um zu untersuchen, wie Menschen Sprachen lernen und um die neuronalen Mechanismen, die beim Lernen ablaufen, besser zu verstehen.

„Bei diesem Projekt untersuchen wir, wie wir die Effizienz des Erlernens einer Zweit-/ Fremdsprache verbessern können“, erklärt Jaramillo. „Wenn wir die Lernmechanismen im Gehirn besser verstehen, können wir das in bessere Lernstrategien umsetzen.“

Soweit also ein guter Ansatz der vor allem euch Leser, die im Moment Deutsch lernen, bestimmt interessiert. Wir werden sehen ob die neue Studie mit Mäusen die Geheimnisse des Sprachenlernens entschlüsselt.

Neue Studie entschlüsselt mit Mäusen die Geheimnisse des Sprachenlernens, Ein Forscher bei der Arbeit.

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Die Idee

Die Idee für das Projekt entstand aus einem Experiment, das Baese-Berk während ihres Studiums an der Northwestern University durchführte. Dabei untersuchte sie, wie Menschen lernen, ähnliche Laute beim Sprachenlernen zu unterscheiden, wie z. B. ein geträllertes „r“ in „perro“, dem spanischen Wort für Hund, und das getippte „r“ in „pero“, das als Konjunktion „aber“ übersetzt wird.

Mit diesem Experiment untersuchte Baese-Berk das Zusammenspiel zwischen passivem Lernen, das durch eine Aktivität wie das Abspielen spanischer Musik im Hintergrund geschehen kann, und aktivem Üben, bei dem die Lernenden aktiv versuchen, ihr Gehirn zu trainieren, um die Informationen zu erwerben und zu behalten.

„Wir fanden heraus, dass die Lernenden, wenn sie sowohl passives und aktives Lernen kombinieren, die neue Sprache weitaus effektiver lernen können, als mit reinem Üben und Studieren. Aber ich wollte mehr darüber wissen, warum Menschen in der Lage sind, auf diese Weise besser zu lernen.“, sagt Baese-Berk.

Die Studie

Um herauszufinden warum Menschen durch Zuhören lernen, und wie die Prozesse im Hirn funktionieren, kommen nun die Mäuse ins Spiel. Sie sollen dabei helfen herauszufinden, wie das Gehirn Töne lernt.

Warum Mäuse?

Ihre Säugetiergehirne ähneln denen des Menschen und man kann sie mit einer Sensibilität und Präzision untersuchen, wie es mit menschlichen Gehirnen nicht möglich ist.

Jaramillo beginnt damit, die Mäuse zu trainieren, auf verschiedene komplexe Sprachlaute mit Hilfe eines Belohnungssystems zu reagieren, ähnlich wie jemand ein Hundewelpen trainieren würde. Dann beobachtet er, was im Gehirn passiert, wenn sie nun ähnlich klingende Silben der menschlichen Sprache hören.

 

Die hochentwickelten Werkzeuge und Techniken in Jaramillos Labor ermöglichen es ihm, unglaublich präzise Daten über die neuronale Aktivität der Mäuse während ihrer Lernübungen zu sammeln. Er fängt Hunderte von verschiedenen Reaktionen auf Video ein und nutzt computergestützte Methoden, um die große Menge an Filmmaterial der Gehirnkameras zu analysieren.

„Wir können sehen, wie das Gehirn lernt, indem wir analysieren, wie die Gehirnzellen auf verschiedene Töne reagieren“, erklärt Jaramillo.

Jaramillos Analyse der neuronalen Aktivität hilft ihm, eine aussagekräftige Hypothese über die Vorgänge im Gehirn während des Lernens aufzustellen, die er dann an Baese-Berk weitergeben kann, um sie an menschlichen Lernenden zu testen.

Die Wissenschaftler erhoffen sich, ein besseres Verständnis dafür zu erlangen, wie Menschen am effizientesten lernen können.

„Das Erlernen von Zweitsprachen ist in unserer zunehmend globalen Gesellschaft von entscheidender Bedeutung“, sagte Baese-Berk. „Ein besseres Verständnis darüber, wie Sprachenlernen funktioniert, von den Neuronen bis zum Verhalten, wird uns helfen, effizientere Lernstrategien zu entwickeln.“

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MEIN FAZIT

Persönlich denke ich, dass es schwierig ist noch große Geheimnisse des Sprachenlernens zu entdecken. Selbst wenn es definitv interessant ist, was ist der Nutzen? Eine Sprache schneller zu lernen? Aber wie viel schneller könnte das denn noch gehen?

Ich glaube an den Faktor: Zeitinvestition=Ergebnis.

Je mehr Zeit ich investiere, desto schneller lerne ich. Es kommt außerdem darauf an, das Richtige zu lernen und mit Enthusiasmus bei der Sache zu sein. Ob ich dabei mehr meine hintere, vordere, rechte oder linke Hirnhälfte benutze, wird mein Lernen vermutlich nicht nachhaltig beeinflussen. Oder doch?

Meinst du man wird wirklich interessante oder nennenswerte Erkenntnisse finden, die wirklich beim Sprachen oder Deutsch lernen helfen?

Oder ist es einfach nur herausgeworfenes Geld und verschwendete Zeit?

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Hier findest du den Original-Artikel auf der Website der Universität.

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